Ratgeber: Stolperfallen bei der Schadenabwicklung – das steckt hinter den Kosten für Versicherung und Werkstatt

kfz gutachter berlin

Die Schadenabwicklung, oftmals auch Schadenregulierung genannt, bezeichnet die Schadensbegleichung bei einem KFZ-Unfall. Die Schadensbegleichung erfolgt in Deutschland und auch in anderen Ländern durch die KFZ-Versicherung, die jeder Autobesitzer bzw. Autofahrer besitzen muss.

Bei der Schadenabwicklung unterscheiden die Versicherungen zwischen Kaskoschäden (Schäden am eigenen Fahrzeug) oder Haftpflichtschäden (Schäden am anderen Fahrzeug). Die Schadensregulierung übernimmt immer die KFZ-Versicherung, es sei denn es liegen besondere Bedingungen vor, in denen die Versicherung befreit ist.

Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag einige wichtige Informationen zur Schadensregulierung geben und Informationen bieten, die Ihnen beim nächsten Schadensfall weiterhelfen können.

Dabei betrachten wir sowohl die Werkstätten als auch die Versicherungen als Wirtschaftsorgan, die natürlich selber oftmals ums wirtschaftliche Überleben kämpfen. Unsere unabhängige Gutachtersicht ermöglicht uns so eine neutrale Einschätzung der Situation.

Ein kurzer Überblick über die behandelten Themen:

 

Die Schadensregulierung aus Sicht der Versicherungswirtschaft

Entsteht ein Schaden durch Sie oder verursacht Ihnen jemand einen Schaden, dann ist für Sie selber der Gang zur KFZ-Versicherung wichtig, denn der Schaden, welcher verursacht wurde, muss ordnungsgemäß gemeldet werden.

Ist die Meldung bei der Versicherung eingegangen, erfolgt die Einleitung der Schadensregulierung. Die Schadensregulierung umfasst dabei mehrere Stufen, darunter die Aufnahme, Begutachtung und die Reparatur des Schadens.

 

Die Schadensregulierung des Fahrzeugs bei einem Kaskoschaden übernimmt eine Werkstatt bzw. wenn es von der Versicherung so vorgegeben wurde eine Partnerwerkstatt. Hier unterscheiden sich Kaskoschäden, die eine Versicherung nach dem abgeschlossenen Vertrag beinhalten und Haftpflichtschäden, wo das Recht auf eine freie Werkstättenwahl fällt. Diese beklagen jedoch in letzter kaum Gewinne, auch wenn es sich um Partnerwerkstätten der einzelnen Versicherer handelt.

 

Eine neue Studie hat offenbart, wie schwer es für Partnerwerkstätten ist, mit der Schadensregulierung im KFZ Bereich Gewinne zu machen. Entstanden ist diese Studie nur weil „Wir wollten genau wissen, wie sich die wirtschaftliche Lage der Partnerbetriebe darstellt“, erklärt der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten (BVdP), Robert Paintinger.

 

„Die Situation der Betriebe ist an einem Punkt angekommen, an dem die weitere Leistungs- und Investitionsfähigkeit ernsthaft bedroht ist. Überschuss wird demnach nur noch aus der Ersatzteil- oder der Materialmarge generiert.“

 

Wie sehen die Versicherungsgesellschaften die Schadensfälle?

Doch betrachtet man die Medaille einmal von der anderen Seite, von der der Versicherungsgesellschaft, dann zeigt sich im Grunde, dass die Versicherung ein Wirtschaftsbetrieb ist, welche zwar durch die Versicherer Einnahmen hat, jedoch auch Ausgaben. Die Schadenabwicklung ist oftmals wesentlich kostenintensiver als vermutet wird. Der Versicherungsnehmer selber zahlt jedoch oftmals nur einen sehr geringen Beitrag, der die Abwicklung des Schadens im Regelfall gar nicht bzw. nur zum Teil deckt.

Betrachtet man nun beide Unternehmen, also die Versicherung und die Partnerwerkstätten, dann ist bewusst, dass beide Unternehmen einen Wirtschaftszweig darstellen. Beide Unternehmen versuchen zu überleben. Die Versicherung versucht die Kosten gering zu halten, die Werkstätten versuchen durch die Schadenabwicklung Gewinn zu machen, also die Kosten möglichst hoch anzusetzen. Und dazwischen befinden Sie sich als Kunde.

 

Im Schadensfall steht der Geschädigte  im Mittelpunkt, denn die Spuren des Unfalls müssen beseitigt werden

Der Verbraucher steht am Ende im Mittelpunkt, denn er sitzt zwischen beiden Wirtschaftszweigen. Und genau hier scheint das Problem zu liegen. Die Leidtragenden des Unfalls sind dabei oftmals genervt, wenn Versicherungsbeiträge, vielleicht durch bereits verursachte Schäden oder durch die momentane wirtschaftliche Lage der Versicherungen, angehoben werden.

Diese Erhöhungen beziehen sich häufig auf die steigenden Ausgaben, beispielsweise in der Schadensabwicklung oder den Personalkosten. Es handelt sich also um ein zweischneidiges Schwert.

Heben die Versicherungen die Preise oder die Beiträge an, dann suchen sich Versicherungsnehmer eine andere Versicherung. Dadurch sind für die Werkstätten, aber auch weniger Aufträge da und der geringe Teil an Gewinn bleibt fern. So entwickelt sich ein immer schwieriger werdender Preiskampf.

 

Die Partnerwerkstätten bei der Abwicklung des Unfallschadens

Nun haben wir hier mehrfach über die Partnerwerkstätten gesprochen. Grundlegend hat jede Versicherungsgesellschaft seine eigenen Werkstätten. Wurde nun ein Unfall verursacht, an dem man als Versicherungsnehmer selber nicht Schuld ist, dann ist es wichtig mit der Versicherungsgesellschaft des Gegners Kontakt aufzunehmen, denn diese Versicherungsgesellschaft reguliert (bzw. bezahlt) den Schaden.

 

Natürlich spielen hier die Kosten eine entscheidende Rolle, deswegen wird man Ihnen als Versicherungsnehmer eine Partnerwerkstatt vorgeben. Sollte das nicht der Fall sein, wird es darauf hinauslaufen, dass Sie die Werkstätten um einen Kostenvoranschlag bitten müssen. Hier ist für Sie Vorsicht geboten, da die Werkstätten oftmals nicht unbedingt im Interesse des Kunden handeln. Hier sind unabhängige Gutachter die passende Lösung, da sie nur die faire Regulierung im Kopf haben und nicht von großen Versicherungsgesellschaften oder dem Zwang die Kosten der Reparatur möglichst hoch zu halten getrieben sind.

 

Die Versicherungsgesellschaft entscheidet dann welcher Anteil der Kosten übernommen wird. Es kann also durchaus passieren, dass Verbraucher auf einem Teil der Kosten sitzen blieben, wenn das Gutachten der Werkstatt zu hoch bzw. zu niedrig ist. Sind Sie der Geschädigte, haben Sie jedoch immer das Recht auf einen freien und unabhängigen Gutachter sowie einen Service in einer Werkstatt Ihrer Wahl. Sie müssen also Ihren teuren BMW in keiner freien, unter Umständen etwas billigeren Werkstatt, reparieren lassen und können auch bei der Gutachterwahl frei wählen.

 

Der Totalschaden und die Sparmaßnahmen dahinter

Erleidet ein Auto einen Totalschaden, so muss der Versicherungsnehmer, welcher betroffen ist, im Rahmen der Schadenabwicklung den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes von der Versicherungsgesellschaft erhalten.

Für die Versicherung bietet diese Art der Schadenabwicklung im KFZ Bereich natürlich ein erhebliches Sparpotenzial. Die Versicherung kann schon dadurch Kosten einsparen, indem der Wiederbeschaffungswert zu niedrig oder den Restwert zu hoch angesetzt wird. Hier müssen Sie als Verbraucher sehr vorsichtig agieren.

 

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